Europäischer Radiopodcast – Wir gestalten unsere Zukunft selbst

Zukunft aus Jugendperspektive

Das Podcast-Projekt gibt jungen Menschen eine Stimme – im übertragenden wie im wörtlichen Sinne. Hier reden und entscheiden sie über das Was (Inhalt) und über das Wie (Produktion). Die Jugendlichen sind zwischen 15–18 Jahre alt und i.d.R. von öffentlichen Debatten über die Zukunft ausgeschlossen. Gleichzeitig verschaffen sich junge Menschen immer öfter Gehör und fordern öffentlich, in die Gestaltung ihrer Zukunft einbezogen zu werden. Zeit also, ihnen zuzuhören.

„Junge Menschen aktiv an den Problemlösungen unserer aktuellen Gesellschaft zu beteiligen – das wäre für mich ein Lernen der Zukunft“ 
(Antje Bostelmann, Gründerin von Klax)

Projektlaufzeit
01. September 2019 bis 31. August 2021

Projektpartner

  • Klax Schule (Deutschland)
  • Vathorst College (Niederlande)
  • Sands School (Vereinigtes Königreich)
  • Västra Berga skola (Schweden)

In dem zweijährigen EU-geförderten Podcast-Projekt diskutieren, streiten und verhandeln Jugendliche aus vier europäischen Ländern über Themen, die die Gesellschaft in Zukunft formen werden. Dazu zählen Fragen zu Nachhaltigkeit, Technik, der Zukunft von Arbeitsmodellen und dem Leben des Menschen in der digitalisierten Welt. Hierfür treffen sich SchülerInnen aus den Niederlanden, Großbritannien, Schweden und Deutschland alle sechs Monate für je eine Woche ganz analog an einer der Partnerschulen.

Das Projekt dient der Demokratiebildung und wird im Rahmen des Erasmus+ Programms von der Europäischen Union finanziert. Innerhalb der Projektzeit wird ein Podcast mit insgesamt 20 Episoden entstehen, der vier verschiedene europäische Perspektiven junger Menschen widerspiegelt.

Dokumentiert wird der gemeinsame Lernprozess auf der EU-Lernplattform eTwinning. Hier tauschen sich Schulen transnationaler Projekte aus und vernetzen sich miteinander.

Demokratische Nähe in einer digitalisierten Welt

Die intensive Kick-Off-Woche mit insgesamt 49 internationalen SchülerInnen und 8 Lehrkräften zeigte deutlich, warum die physische Begegnung und viel Zeit für Austausch auch in einer digitalisierten Welt so wichtig sind. Denn die gemeinsam verbrachte Zeit bedeutet vor allem gemeinsame Erlebnisse und Erfahrungen, die eine Gruppe erst zusammenbringt. Die rund 60 Projektbeteiligten mit ihren verschiedenen Perspektiven erlebten zusammen Stadtrundfahrten, Diskussionen und ungeplante Wendungen. Sie mussten sich demokratisch organisieren und gemeinsame Entscheidungen treffen. Dadurch übernahmen sie selbstständig Verantwortung für ihr Projekt und setzten sich mit ihren verschiedenen Vorstellungen und Wünschen auseinander.

Demokratie lernen

Auch die Schule lernt in der digitalisierten Welt anders als zuvor. Wissen ist heutzutage überall zugänglich und wird nicht mehr nur durch Autoritäten vermittelt. Die kollaborative Entwicklung löst das Wissen des Einzelnen ab. Deshalb verschieben sich zunehmend Rollen von Lernenden und Lehrenden. Das Projekt verbindet die gemeinsame Suche nach neuen Arbeitsweisen für die Zukunft mit der Herausforderung, sich auf andere Schulsysteme und Formen der Organisation einzulassen. Europa als Bezugsrahmen und Fokus des Projekts schafft Bewusstsein für die unmittelbare, gesellschaftliche und realpolitische Lebenswelt der Jugendlichen.

Die Schule als Ort des Lernens verbindet die Notwendigkeit von Strukturen und Regeln mit der Aufgabe, selbstbestimmte und kritische junge Menschen auszubilden. Damit spiegeln sich im System Schule die Grundlagen für demokratische Prozesse. Sie ist ein ideales Labor, um Demokratie zu üben.

„Europäischer Radiopodcast - Wir gestalten unsere Zukunft selbst“ ist ein Erasmus+ Projekt und wird mit Mitteln der Europäischen Union verwirklicht.