Besuch des Englischen Gymnasiums Riga an der Klax Schule

Anfang März besuchten Schülerinnen und Schüler des Englischen Gymnasiums Riga im Rahmen des Erasmus+ Projektes der Klax Schule die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe. Ziel des Erasmus+ Projektes ist, den interkulturellen Austausch zu fördern und eine langfristige Schulpartnerschaft zwischen Riga und Berlin aufzubauen.

Der Austausch konzentrierte sich auf geschichtliche Themen, insbesondere auf die Vergangenheit der DDR und die Zeit des Kalten Krieges. Hierzu gestalteten Schülerinnen und Schüler der 12. Klasse der Leistungskurse Geschichte und Politikwissenschaften gemeinsam mit den Gästen aus Riga eine Projektwoche. Trotz der geografischen Entfernung gibt es eine historische Verbindung: Während Lettland bis 1991 Teil der Sowjetunion war, war Ost-Berlin Teil der DDR – beide Orte waren also Teil des damals sogenannten Ostblocks.

Fokus der Projektwoche war die Auseinandersetzung mit dem Leben in der DDR, der Rolle der Staatssicherheit und der Berliner Mauer als Symbol der deutschen Teilung. Durch Exkursionen wurde Geschichte erlebbar: Eine geführte Fahrradtour entlang der ehemaligen Berliner Mauer, Besuche im Stasi-Museum und im ehemaligen Stasi-Gefängnis ermöglichten den Schülerinnen und Schülern, sich intensiv mit der Thematik auseinanderzusetzen.

Auf Basis dieser Erfahrungen führten die Jugendlichen am S-Bahnhof Pankow Interviews durch. Sie befragten Passanten und Passantinnen zu deren Alltagserfahrungen in der DDR und den gesellschaftlichen Veränderungen seit der Wiedervereinigung. Die Ergebnisse bildeten eine gute Grundlage für tiefgehende Diskussionen zwischen den lettischen und deutschen Schülerinnen und Schülern über den Umgang mit historischen Umbrüchen.

Die Projektwoche bot eine bereichernde Erfahrung für alle Beteiligten und trug dazu bei, ein tieferes Verständnis für die historischen Entwicklungen beider Länder zu gewinnen. Im kommenden Schuljahr ist ein Besuch der Berliner Schülerinnen und Schüler in Riga geplant, um den Dialog fortzusetzen und die Schulpartnerschaft weiter auszubauen.

 

(Von der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen des Autors bzw. der Autoren und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der Nationalen Agentur wider. Weder die Europäische Union noch die Nationale Agentur können dafür verantwortlich gemacht werden.)

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